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Welche Haustiere verursachen am meisten CO2?


So wurde bisher geantwortet :

Fische
Stimmen: 202
20.6%  
Hunde
Stimmen: 487
49.7%  
Kanarienvögel
Stimmen: 20
2%  
Katzen
Stimmen: 182
18.6%  
Meerschweinchen
Stimmen: 87
8.9%  

Befragte   980

Antwort

Die Klimaschutzagentur ClimatePartner hat fünf Haustiere und deren CO2-Ausstoß berechnet. Im Vergleich stellt sich die Katze als das Haustier mit dem größten CO2-"Pfotenabdruck“ heraus.1 Dass eine Katze klimaschädlicher ist als ein Hund, erklärt sich durch die Nutzung von nichtkompostierbarem Mineralstreu und der Reinigung des Katzenklos. Addiert man dazu noch das Katzenfutter inkl. Verpackung, verursacht eine Katze pro Jahr 2200kg CO2. Dies entspricht einem Fünftel der CO2-Emissionen die ein deutscher Bürger pro Jahr verursacht, nämlich 11,2 t CO2.5 Ein ausgewachsener Dackel verursacht, jährlich insgesamt 1800 kg CO2. Das am wenigsten klimaschädliche Haustier der Studie ist der Kanarienvogel mit lediglich jährlich 28 kg CO2.1

Zusätzliche Informationen

Um die umweltschädlichen Einflüsse von Katze und Hund zu minimieren, wird oft empfohlen: diese vegetarisch zu ernähren. Der deutsche Tierschutzbund e.V. ist gegen die vegetarische Fütterung von Katzen: „Katzen dürfen nicht vegetarisch ernährt werden. Sie sind auf eine essentielle Aminosäure (Taurin) angewiesen, die nur in tierischem Protein enthalten ist.“2 Die vegetarische Ernährung eines Hundes hingegen ist grundsätzlich möglich, aber komplex.3 Bei der gesamten Diskussion über vegetarische Ernährung von Haustieren sollte nicht vergessen werden, dass es in der Regel keine Fleischproduktion extra für Haustierfutter gibt. Beim Metzger werden lediglich die Hälfte eines Schlachttiers für den menschlichen Verzehr verwertet. Dies bedeutet nicht, dass der Rest nicht von guter Qualität ist – Hirn oder Kutteln beispielsweise sind lediglich unmodern geworden und vom deutschen Speiseplan größtenteils gestrichen. Aus solchen Schlachtnebenprodukten wird heutzutage Haustiernahrung hergestellt.4

Handlungsempfehlung

Weil das Fleisch in Katzen- und Hundefutter in der Regel aus Schlachtnebenprodukten besteht, ist die CO2-Produktion hierbei eher zu vernachlässigen.  Katzenstreu hingegen ist kein Nebenprodukt. Egal ob mineralische oder biologisch abbaubare Katzenstreu – beide verursachen während ihrer Produktion und beim Transport (hohes Gewicht) eine Menge klimaschädliche Emissionen. Ziel muss deshalb sein, den Katzenstreueinsatz an sich zu minimieren. Ein Möglichkeit ist die Nutzung nachhaltiger Katzenklos, die auf saugendes Katzenstreu verzichten. Stattdessen wird der Urin in einem Auffangbehälter abgeleitet. Der Katzenkot wird – wie gewohnt – mit einer Siebschaufel entfernt.4 Ausführlichere Informationen zu solch einem Produkt finden sie hier. Wer sich immer schon ein bestimmtes Haustier gewünscht hat und sich daran erfreut, sollte sich dies nicht von CO2-Bilanzen ausreden lassen. Achten Sie jedoch bitte darauf, dass vor allem Katzen und Hunde kastriert sind um eine unkontrollierte Vermehrung zu vermeiden.

 

Quellen

1. Abele J. (Artikel vom 21.10.2008): Wie viel CO2 verursacht ein Haustier. URL: www.utopia.de/ratgeber/wie-viel-co2-verursacht-ein-haustier?p=1 (abgerufen 27.05.2014) Utopia GmbH
2. Deutscher Tierschutzbund e.V.: Katzen vegetarisch ernähren. URL: www.tierschutzbund.de/faq/heimtiere/katzen-vegetarisch-ernaehren.html (abgerufen 27.05.2014) Bonn
3. Deutscher Tierschutzbund e.V.: Hunde vegetarisch ernähren. URL: www.tierschutzbund.de/faq/heimtiere/hunde-vegetarisch-ernaehren.html (abgerufen 27.05.2014) Bonn
4. Flottweg SE: Schlachtnebenprodukte und Tierkörperverwertung . URL: www2.flottweg.de/germany/anwendungen/fett-oel/schlachtnebenprodukte-und-tierkoerperverwertung/index.html  (abgerufen 27.05.2014)
5. Umweltbundesamt (Artikel vom 05.02.2014): Folgen des Klimawandels. URL: www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/klimaschutz-energiepolitik-in-deutschland/treibhausgas-emissionen/europaeischer-vergleich-der-treibhausgas-emissionen (abgerufen am 28.05.2014)

K-014

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