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Ist übermäßiger Fleischkonsum gesundheitsschädlich?


So wurde bisher geantwortet :

Ja
Stimmen: 535
88.7%  
Nein
Stimmen: 68
11.3%  

Befragte   603

Antwort

Die Ergebnisse diverser Studien sprechen eine deutliche Sprache: zuviel Fleisch ist ungesund! Die möglichen Konsequenzen beinhalten Bluthochdruck, Herzerkrankungen, Infarkte, Schlaganfälle, Diabetes und diverse Krebsleiden.1,2

 
Zusätzliche Informationen

Die empfohlene Maximalmenge unterscheidet sich jedoch leicht. Der World Cancer Research Fund (WCRF) und das American Institute for Cancer Research (AICR) raten davon ab, mehr als 500 g pro Woche zu verzehren.3 Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. hingegen empfiehlt, nicht mehr als 300 – 600 g pro Woche zu verzehren.4

Die in der Realität in Deutschland verzehrte Menge an Fleisch ist deutlich höher: Im Jahr 2012 lag der durchschnittliche Fleischkonsum pro Person mit 1150 g in der Woche (60kg im Jahr) ungefähr doppelt so hoch wie die empfohlene Menge.5

Fleisch ist inzwischen ein globaler Markt, der mit Dumpingpreisen um Marktanteile kämpft. Dabei sind die Folgen der massenhaften Fleischproduktion fatal: Agrarflächen werden immer knapper und teurer durch den Bedarf an Weideland und den Anbau von Tierfutter. Das führt beispielsweise zur Abholzung von Regenwäldern und zur Preissteigerung anderer Nahrungsmittel.6 Böden und Grundwasser werden durch Dünger, Unkraut- und Insektenvernichtungsmitteln verseucht.5

 

Handlungsempfehlung

Wer weniger Fleisch, dafür mehr Obst, Gemüse und Vollkornprodukte verzehrt, fördert seine Gesundheit. Doch auch der Umwelt zuliebe sollte man nicht übermäßig Fleisch konsumieren.

Und um die negativen Umweltauswirkungen der eigenen Ernährung noch zusätzlich zu verringern, könnten die durch die Reduzierung des eigenes Fleischkonsum eingesparten Ausgaben in umweltfreundliche Bio-Produkte investiert werden. Fleischprodukte sind verhältnismäßig teure Lebensmittel. Die Deutschen verwenden durchschnittlich ca. 40% ihrer Lebensmittel-Ausgaben dafür!6

 

 

 

Quellen

1. W. Bartens (Artikel vom 10.9.2012): Folgen der Fleischeslust, URL: www.sueddeutsche.de/gesundheit/ernaehrung-infarkt-und-krebs-die-folgen-der-fleischeslust-1.1307124 (abgerufen am 5.10.2014) Süddeutsche.de

2. FocusOnline: Ernährungsregeln, URL: www.focus.de/gesundheit/ernaehrung/gesundessen/regeln/ernaehrungsregel-4_aid_15859.html (abgerufen am 5.10.2014)

3. A. Barth (Artikel von 4.2009): Fleisch- Wie viel ist gesund? URL: www.ugb.de/ernaehrungsberatung/fleisch-wie-viel-ist-gesund/druckansicht.pdf (abgerufen am 5.10.2014) UGB

4. Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (Broschüre von 2013): Vollwertig essen und trinken nach den 10 Regeln der DGE, URL: www.dge.de/pdf/10-Regeln-der-DGE.pdf (abgerufen am 5.10.2014)

5. M. Becker (Artikel vom 10.1.2013): Report: Menschen essen so viel Fleisch wie nie, URL: www.spiegel.de/wissenschaft/natur/fleischatlas-report-zeigt-globalen-fleisch-konsum-a-876756.html (abgerufen am 5.10.2014), SpiegelOnline

6. BUND: Der "Fleischatlas 2014" zeigt Tendenzen der globalen Fleischproduktion auf, URL: www.bund.net/fleischatlas (abgerufen am .10.2014)

7. Statistisches Bundesamt: Konsumausgaben, URL: www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/EinkommenKonsumLebensbedingungen/Konsumausgaben/Tabellen/PK_NGT_EVS.html (abgerufen am 5.10.2014)

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