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In Deutschland nimmt der Kauf von Recycling-Papier seit Jahren ...


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Antwort

Mit einem Papierverbrauch von 248 kg pro Einwohner (Stand 2013) zählt Deutschland zum zweitgrößten Papierverbraucher in der EU.1 Gleichzeitig sind die Deutschen aber auch Spitzenreiter im Papierrecycling. So betrug die Altpapierrücklaufquote im Jahre 2013 ganze 76%.1 Trotz des wachsenden Umweltbewusstseins und dem vorbildlichen Papierrecycling sinkt der Absatz von umweltfreundlichen Recyclingpapier (Druck-, Zeichen- und Hygiene-Papier). Waren es vor rund 10 Jahren noch 70 Prozent, kaufen heute nur noch 50 Prozent der Endverbraucher Recycling-Papier.2

Zusätzliche Informationen

Die Altpapieraufbereitung schützt nicht nur Wälder, sondern benötigt vor allem weniger Energie als die  Produktion von Frischfasern aus Holz.3 Recycling-Papier besitzt heutzutage keinerlei Nachteile gegenüber Papier aus Frischfasern. Zudem ist im Großeinkauf Recycling-Papier sogar günstiger. Grafisches Recycling-Papier eignet sich heutzutage genauso für den Druck und das Aufbewahren von Dokumenten wie Frischfaserpapier. Für jeden Bedarf wird eine passende Papiersorte angeboten. (Siehe Abb.)

Recycling-Hygienepapier (Küchenrollen und Toilettenpapier, Papiertaschentücher und -servietten) sind heutzutage genauso hygienisch und sanft wie Hygienepapier aus Frischfasern.4 Außerdem werden deutlich weniger Chemikalien gebraucht; die Abwasserbelastung ist bis zu 10 mal niedriger.5

Handlungsempfehlung

Es gibt keinen Grund weshalb Frischfaserpapier dem Recyclingpapier vorgezogen werden sollte. Es macht den Anschein, als ob Recyclingpapier nicht mehr dem Zeitgeist entspricht. Sogar für einfache Kopien werden wieder Frischfaserpapiere verwendet. Recyclingpapier sollte stets das Papier der ersten Wahl sein. Es ist lediglich eine kleine Kaufentscheidung mit jedoch großen positiven Umweltauswirkungen.

Achten sie auf das Kennzeichen "Der Blaue Engel“. Es  ist deutschlandweit das beste Siegel und garantiert folgende Anforderungen:

> Papierfasern zu 100 Prozent aus Altpapier
> Einsatz überwiegend unterer Altpapiersorten
> Einsatz halogenfreier Bleichmittel
> Verbot gefährlicher Chemikalien
> Grenzwerte für bestimmte Inhaltsstoffe
> Gebrauchstauglichkeit

 

Quellen

1. VDP - Verband Deutscher Papierfabriken e.V.:  Papier Kommpas 2013.
2. Sahm I. (2013):  Wie viel Wald spülen wir durchs Klo? URL:
http://www.wdr5.de/sendungen/leonardo/service/serviceumwelt/klopapier104.html  (abgerufen am 28.02.2014) Westdeutscher Rundfunk Köln
3. Gromke U. & Detzel A.(2006):  Ökologischer Vergleich von Büropapieren in Abhängigkeit vom Faserrohstoff . URL: http://www.initiative-papier.de/docs/IFEU-Studie_Langfassung.002.pdf (abgerufen am 28.02.2014. IFEU Heidelberg
4. Umweltinstitut München e.V.: Fragen & Antworten – Recyclingpapier. URL: www.umweltinstitut.org/fragen--antworten/energie/rohstoffe/recyclingpapier-22.html (abgerufen am 19.07.2013)
Abb.1) Greenpeace
5. Umweltinstitut München e.V.: Fragen und Antworten – Recyclingpapier, URL: http://www.umweltinstitut.org/fragen—antworten/energie/rohstoffe/recyclingpapier-22.html (Abgerufen am 26.2.2014)

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